Bad Doberan

Experten könnten neues Verkehrskonzept erarbeiten

Bad Doberan. Eigentlich sollte Christian Bock von der Dorsch Consult Ingenieur-Gesellschaft vor der Hälfte der Stadtvertreter, nämlich dem Wirtschafts- und dem Stadtentwicklungsausschuss sprechen. Jedoch kam nur die Hälfte der Ausschuss-Mitglieder und die anderen fehlten. Einerseits konnte so nichts beschlossen werden und andererseits ist nun die Hälfte derer, die später eine Entscheidung treffen sollen, gar nicht im Bilde. Dabei war das Thema wichtig: Es ging um die Beauftragung von Experten bei der Erarbeitung eines Verkehrskonzepts. Bisher hat es verschiedene Ansätze und auch Ausarbeitungen gegeben, die aber nach den Worten von Norbert Sass immer nur bestimmte Themen behandelten, wie das Parkkonzept und das Parkraumbewirtschaftungskonzept oder Geschwindigkeitsbegrenzungen, wie sie Dr. Beuter auch in dieser Sitzung immer wieder forderte. Er verwies auf bestehende Konzepte der AG Verkehr und forderte eine Kurzone mit Tempo 20. Gerade um diese Details sollte es aber nicht gehen, wie Ausschussvorsitzender Jochen Arenz klar machte. Norbert Sass erklärte, dass dieses Gesamtkonzept gar nicht so sehr ein Bauplan sein soll, sondern alles berücksichtigt, also z.B. auch die Beschilderung und die Interessen der verschiedenen Nutzer vom Bürger über den Gewerbetreibenden und den Gastgeber bis hin zum Gast. Bock ergänzte, dass angesichts des Kurortstatus auch der Lärm eine wichtige Rolle spielt, also die Lärmaktionspläne von 2014 und 2016 berücksichtigt werden müssen, dass aber in einer Tourismus-Destination eben auch die Dinge hervor gehoben werden müssen, die man vermarkten muss. Nicht zuletzt ist Bad Doberan eine Wohn-Stadt und die Bedürfnisse der Bürger müssen berücksichtigt und der Einzelhandel gestärkt werden. Darum sollen im zweiten Schritt der Konzepterstellung die Bürger in einer Planungswerkstatt öffentlich beteiligt werden. Man könne den Verkehr nicht ändern, aber die Verträglichkeit verbessern, weiß Bock aus Erfahrung. Wenn es jetzt grünes Licht geben könnte, dann würde das Konzept nächstes Jahr fertig zur Umsetzung sein. Erst einmal müssen jedoch die abwesenden Stadtvertreter sich ihre Meinung bilden.
Martin Dostal

 

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