Mecklenburg-Vorpommern

Tarifabschluss im Einzelhandel Mecklenburg-Vorpommern

Rostock/Schwerin. Die dritte Runde der Tarifverhandlungen 2017 für die Beschäftigten des Einzelhandels in Mecklenburg-Vorpommern endete am heutigen Dienstag mit einem Abschluss, folgende Einigung kam zustande:
• 24 Monate Laufzeit
• Erhöhung aller Entgeltgruppen zum 1.9.2017 um 2,3%
• weitere Erhöhung aller Entgeltgruppen zum 1.7.2018 um 2,0%
• Verlängerung der Mittelstandsklausel bis zum 30.6.2019
• wieder in Kraft setzen des TV über die Warenverräumung im Einzelhandel
• Einmalzahlung von 50 EUR für Vollzeitarbeitnehmer am 30.6.2018 (Ende des 1. Tarifjahres); Azubis erhalten 25 EUR; Teilzeitarbeitnehmer erhalten die Einmalzahlung anteilig

Das erzielte Ergebnis sei nach einem ersten Abschluss für den Einzelhandel in Baden-Württemberg möglich geworden, sagt die Vorsitzende der Arbeitgeber-Kommission, Margit Kühn. Sie spricht mit Blick auf die hohe Ursprungsforderung von 6 Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens aber 140 €, von einem noch vertretbaren Ergebnis. „Die Forderung bedeutete in der Spitze Steigerungen um mehr als 10 %, was wirtschaftlich völlig unrealistisch war“, sagt Kühn. Der Einzelhandel befinde sich in einer schwierigen Lage. Der Strukturwandel in der Branche mache vielen Unternehmen zu schaffen. Es falle ihnen immer schwerer, ausreichend Ertrag zu erwirtschaften, um Lohnzuwächse zu finanzieren, so Kühn weiter. „Der Abschluss liegt aus Sicht der Handelsunternehmen an der Grenze des Vertretbaren.“

 

 

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